Extrait de r a z

r s t

von Baptiste Gaillard

Traduction d’un extrait de r a z par Ruth Gantert dans le cadre de la collaboration du Literarischer Monat (Schweizer monat) et l’Office fédéral de la culture -photo : Ladina Bischoff

In Auflösung begriffen, Platz machend für andere, die anderen Gesetzen, anderen Notwendigkeiten gehorchen. Zerfallene Formen ersetzen klare Konstruktionen.

***

Die Ruhe der Säle, in denen sich Staubarabesken in die Projektion mischen, in denen die Vorführung zum Spektakel der Spiralen wird, die im Lichtstrahl wirbeln.

Er selbst, umhüllt, ist dadurch verfremdet: nicht mehr einheitlich, zeigt er sich in unzählige Varianten zerlegt, wie Lichtfäden in perfekter Verklebung, von der Linse bis zur Oberfläche des Bildschirms.

Es ist gefahrlos, aber geballt in der Wärme, doch es ist kalt, ich weiss nicht mehr. In den Krümmungen versunken, zwischen den Scheinfüllungen aufgeschlitzter Klappstühle, bleibe ich im Dunkeln einer Höhle und träume von den seidenen Dichten, die Spinnen weben, um die Materie zu hypnotisieren.

***

Die Pflanzen bilden ein ständiges Fliessen, ein Quellen in Buchten und Zweigen, von Zwischenräumen und Verzwirbelungen. Lebloses und sich Vermehrendes treffen in Wirrnis aufeinander. Die Brachen sind eine Mischung aus Wildwuchs und Hinschwund. Kleine Triebe erblühen im trüben Grün.

***

Die Inseloberfläche wurde komplett eingeebnet, ausgefegt und glattgeleckt, so dass sie einer Eisbahn gleicht. Die Felsen ebenso. Der Schnee ist geschmolzen, die Oberflächen und Kanten glänzen, wie poliert. Alles an diesem Ort wurde weggefegt, gescheuert, eingeschmolzen, verweht.

Moscow’s Biggest Bomb: the 50-Megaton Test of October 1961. Moos und Flora tauchen aus glasigen Verschmelzungen und Pulverstaub an unerreichbaren Orten auf. Das Geheimnis eines Ortes übt eine Faszination aus, wie die Gestirne Ebbe und Flut auslösen.

Traum eines entstehenden Dschungels.

***

Phänomene unklaren Ursprungs, wie hier eine Staubschicht auf der Scheibe und die Beeinträchtigung des Raumes, die sie hervorruft. Als stiller Störfaktor gärt ein Quäntchen Schatten in diesem Schleier, wobei die Verwandlung, so ganz eingebettet, nicht wahrgenommen wird. Und doch gibt es unwissentlich eine Änderung des Geisteszustands.

Einmal im Bruch, Zersplitterung als Resultat des Zerstörens, greifen Glas und Staub den Raum nicht mehr wie Filter an. Je nach Lichtintensität strahlen die am wenigsten beschmutzten Oberflächen ein Glitzern aus und zeugen für das sich Auslöschende, unausweichlich Verschlammte.

Weiter: den Müssiggang mit dem wechselhaften Wetter verbinden, mit seinen Aufheiterungen und Verdüsterungen.

***

An die sorgfältig im Gestell aufgereihten Massen denken. Eigenartige Überbleibsel, bei Kellerbesuchen wie Zeitkapseln zu entdecken. Nachdem man die äussere Schicht der Unklares enthaltenden Behälter abgewischt hat, treten Pflaumenrunde oder Fischlängen unbeweglich zutage, eingelegt in eine für lange Hunger- und Durststrecken geeignete Lösung.

Materialwahl für den Bedarf der Mutierenden.

Im Larvenstadium erstarrt, mit weissen Häuten, vermitteln sie dennoch den Eindruck sexuell voll entwickelter Wesen. Membranen verbinden noch handtellerartig die Finger. Eine Schwellstelle könnte der Keim einer Flosse sein. Letztlich ist vielleicht alles verschmolzen.

***

Schmutzige Paste der Keller, in der ein Mischmasch zum schlammigen Überzug wird; Ausdünstung aromatischer und verweslicher Substanzen.

***

Ein Bildschirm überträgt die Sezierung einer Wasserleiche. Als der Arzt mit seinem Skalpell die dicke bläuliche Haut durchtrennen will, muss er mehrere Male ansetzen, als würde er in einen Ballon schneiden, bevor ein plötzlich aufquellender weisser Schaum daraus entweicht. Die Autopsie legt Konkremente in der Luftröhre frei. Man findet insbesondere ein Tier darin, zum Beispiel einen Falter.

***

Die in der Strömung strudelnden Halme sind weiter oben an etwas Unbeweglichem befestigt.

Die am Ufer schon halb zerfallenen Quallen werden im Hin und Her des Wassers weiter verformt, in dem sie schwerelos eine Weile treiben, die sie durchschüttelt. Der Augenblick, in dem ein Körper sich niederlegt, in seinen Grundfesten eine Achse setzt, um die herum die Extremitäten frei variieren: eine Zeit, in der die Aufgeweichten in ihren Umrissen tanzen.

Wie die Überreste, die sich an Abflusswänden ablagern, eine niedere Mischung aus Haar und Seife. Die Verdichtungen enthalten Hohlräume, in die sich das aus der Masse Gefilterte zu schmiegen beginnt, das dann zwischen den heraushängenden Dingen heraustropft. In die Belüftung gelangen, nach dem tröpfchenweisen Vorankommen in der Sättigung. Auf der anderen Seite wird es ertränkt. Es haftet an den Waden, man watet im scheinbar Stagnierenden, das jedoch langsam in der Badewanne ausläuft. Ein Knäuel wie ein Stöpsel, ein effizientes, in eine versteckte Leitung einzuführendes Gebilde, auf dass es den benutzten Raum verändere. Das Objekt, das Badezimmer, und sein ummauerter Nebenraum, eine Mechanik der Kontinenz, zeigen sich bei der Störung vereint.

***

Eine Textur aus trockenen Ölen, Benzin, das die Krusten einweicht. Die spezielle Art, mit der sich Zähflüssiges ausbreitet, sich bei vermindertem Neigewinkel verlangsamt. Zwischen den Ölflecken stellt sich allmählich eine Kontinuität ein. Vereinzelt zuerst, schliessen sie sich zusammen und verbinden sich zu dichteren Ballungen. Der Vorgang wiederholt sich, bis nur noch eine grosse Scheibe mitten im Wasser bleibt.

***

Verschüttung von Klebemittel auf eine abschüssige steinige Fläche, auf der die zähflüssige Masse sich mit Sand und Staub vermengt. Beim Überfliessen gibt es neue Verzweigungen. Die Verhärtung kommt manchmal dem vollständigen Ausfliessen der Flüssigkeit bis nach unten zuvor. Neue Reliefs entstehen so am Hang.

***

Ein Kanister voll Regen mit einem Stück Laub auf der Oberfläche, was dem Wasser ein krümeliges Aussehen verleiht: eine feine Schicht gleichmässig verteilter Haare.

Die Wahrnehmung schwankt zwischen einem Geliermittel in Aktion und ineinander verschlungenen Rissen; etwas Weiches, das überhandnimmt, oder eine zerbrochene Glasschicht.

Trotz dieses Filigranen breitet sich hier in Schleierform ringsum eine alltägliche Unordnung aus, es hat etwas von einem Spiegel in der Ecke eines Gartens, Widerscheine mitten im Gewirr, eine Mischung von Klarem und Trübem.

Was zu tun wäre: eine Schüssel mit Wasser füllen und mit Haaren bestreuen. Ihr ein Neon zur Beleuchtung beigeben, und das Ganze ins Bücherregal stellen.

Der vorliegende Text ist ein Auszug aus dem 2017 im Verlag Contre-mur in Marseille erschienenen Text

«r a z»

http://www.contre-mur.com/project/r-a-z

Aus dem Französischen übersetzt von Ruth Gantert.


Baptiste Gaillard
geboren 1982, war Installations- und Objektkünstler, bevor er die Sprache zu seinem primären Arbeitsmaterial machte. Er lebt in Lausanne.

Ausgezeichnetes Werk: «Un domaine des corpuscules», Lyon, Hippocampe éditions 2017.

Revue Hippocampe numéro 15 / automne 2018

DOSSIER “LA PEAU”
120 pages / 20 x 26 cm
Dos carré collé
ISBN : 9791096911097

Lien

avec un extrait de Bonsaï

Sommaire

Périscope – recherches et idées

Alain FreudigerL’Homme apparaît au Quaternaire : un memento mori pour l’Anthropocène (à propos de Max Frisch)
Camille Paulhan, L’art de la gomme. Estompages, évanouissements, imprégnations (à propos de Jérémie Bennequin, Estefanía Peñafiel Loaiza et Marianne Mispelaëre)
Warren Lambert, Hallali à Hollywood (cervidés au cinéma)
Erik Bullot, Lac clair. Notes sur A Survey de Michael Snow
Sylvie Lagnier, Jean-Marie Pontévia (1930-1982). Et si tout l’entreprise de l’art était de désarmer le discours ?
Alain Freudiger, Lumières d’une Nuit d’été. Sillanpää, Strindberg, Bergman

Vigie– création

Jacques Sicard, Opus 8 – Suites chromatiques. L’Hirondelle
Denise Le Dantec, Choix de poèmes
Julio Ramon Ribeyro, Bons mots de Luden
Stéphane Marte, L’Après-midi des après-midi
Baptiste Gaillard, Bonsaï
Fabien Clouette et Quentin Leclerc, Surface Zero

Dossier “La peau”

Caroline Parietti, Journal de la peau
Heidi Bucher, Portfolio : la peau de l’architecture
Kazumichi Hashimoto, Les empreintes digitales d’un fantôme
Jacques Roman, La peau de nuit
Christine Bergé, Des prêtres en peau de panthère dans les rituels de l’Egypte antique
David Collin, Ecorché vif. La peau de Barthélémy ou le voyage d’une idée

Sonar- rubriques

Jean-Guy Coulange, Groix, une île en hiver. Pour une création radiophonique – micro fiction
Philippe Baudouin, Sortilèges phonographiques. Archéologie des machines parlantes

Bonsaï

– Sur le site des éditions Hippocampe
Premières pages du livre
– Article critique sur le site de viceversalitterature.ch (par Laurent Cennamo)
– Dans la revue Watts #5

ISBN 979-10-96911-13-4
Poésie /120 pages / 14×21 cm

Extrait

Qu’un rivage soit mimé par des ridules, et l’immensité de la mer par du lisse. Une complexité dans certaines peintures, où des aires sont planes, séparées par des flétrissures. Plusieurs matières mettent un autre temps à sécher, entre elles se rétractent. La frontière entre différentes peaux différemment froissées. Il s’agit d’un seul tableau.  

Présentation

L’écriture peut se concevoir comme un ensemble en expansion, grandissant en son centre par associations, fonctionnant selon une logique de déploiement, de variations et de déclinaisons, à la manière d’une tapisserie. Bonsaï trouve au contraire son origine dans le traitement de scories et de bribes, écartées de précédents textes au moment où s’en est dessinée l’unité. À partir de tels éléments, l’écriture s’amorce de manière plus succincte et modeste. Elle s’attache à l’abstention, à l’interruption, à la ligature, tout en gardant quelque chose de l’ordre du suintement.

Un guide de vulgarisation sur les bonsaïs, avec ses illustrations de petits arbres évoquant de courts textes, introduit l’idée d’une proximité entre cette pratique ornementale et l’écriture en général, mais le bonsaï est surtout devenu ici une forme poétique inventée pour soutenir ce travail des restes en arabesques. Dans un même livre, il y a alors le texte lui-même, le corps du texte, et il y a une bande passante où se trouvent des emprunts à un autre texte, auxquels vont pouvoir s’adosser les premiers, comme à des titres, des tuteurs. Ces deux textes cohabitent cependant d’une manière circonstancielle. Bonsaï met en œuvre une certaine aptitude à la non-coïncidence, à l’inajustement.

 

 

Prix suisse de littérature 2018 pour “Un domaine des corpuscules”

 

http://www.prixlitterature.ch/fr/


Tournée de lecture Prix suisses de littérature 2018

1) Donnerstag, 1. März, 19:00, Bern, Buchhandlung Haupt, Falkenplatz 14, mit Michael Fehr und Jérôme Meizoz. Sprecher: Ulrich Beseler. Moderation: Tabea Steiner. Eintritt Fr. 16.-, www.haupt.ch

2) Donnerstag, 8. März, 19:00, Stein am Rhein, Museum Lindwurm, im Jakob und Emma Windler-Saal, Bürgerasyl, Obergass 13, mit Michael Fehr und Manuel Troller (Gitarre). Moderation: Hansueli Probst. www.lindwurmlesereihe.ch

3) Sabato, 10 marzo, 18:00, Mendrisio, Libreria dei ragazzi, via Paolo Torriani 9a, con Anna Felder e Fabiano Alborghetti. Moderazione: Yari Bernasconi. In collaborazione con Chiasso Letteraria, www.chiassoletteraria.ch

4) Mardi 20 mars, 19:30, Martigny, Manoir de la Ville, avec Jérôme Meizoz et Fabiano Alborghetti. Vincent David (comédien), Valentin Chappot (musique). Modération: Céline Cerny. En collaboration avec l‘association „Cellules poétiques“.

5) Mittwoch, 21. März, 20:00, Solothurn, Buchhaus Lüthy, Gurzelngasse 17, mit Friederike Kretzen und Michael Fehr. Moderation: Hansueli Probst. www.buchhaus.ch

6) Jeudi 22 mars, 18:30, Fribourg / Donnerstag, 22. März, 18:30, Freiburg, Salle Rossier, Rue de l’Hôpital 2, avec Jérôme Meizoz et Michael Fehr. Modération: Nathalie Garbely. Avec la collaboration de la Bibliothèque de la Ville et la Deutsche Bibliothek, www.bibliothequefribourg.ch

7) Mittwoch, 28. März, 19:30, Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Promenadenstrasse 12, mit Friederike Kretzen und Yael Inokai. Moderation: Michael Guggenheimer. www.kantonsbibliothek.tg.ch

8) Dienstag, 3. April, 20:00, Zürich, Kosmos, Lagerstr. 102, mit Yael Inokai und Michael Fehr. Moderation: Michael Guggenheimer. www.kosmos.ch

9) Mardi 10 avril, 19:00, Bienne / Dienstag, 10. April, 19:00, Biel, Nouveau Musée de Bienne (NMB), Faubourg du Lac 52, avec Baptiste Gaillard et Friederike Kretzen. Modération: Nathalie Garbely. Avec la collaboration du
Lyceum Club International Bienne, www.nmbienne.ch, www.lyceumclubbiel.ch

10)Mittwoch, 11. April, 19:00, Winterthur, Winterthurer Bibliotheken, Stadtbibliothek am Kirchplatz, Obere Kirchgasse 6, mit Dumenic Andry und Friederike Kretzen. Moderation: Martina Kuoni. bibliotheken.winterthur.ch

11)Donnerstag, 12. April, 18:00, Chur, Kantonsbibliothek Graubünden, Karlihofplatz, mit Dumenic Andry und Michael Fehr. Moderation: Martina Kuoni.

12)Mardi 17 avril, 19:00, Genève, Bibliothèque de la Cité, Place des TroisPerdrix 5, avec Fabiano Alborghetti et Jérôme Meizoz. Modération: Geneviève Bridel. www.ville-ge.ch/bm

13) Mittwoch, 18. April, 19:45, Stans, lit.z Literaturhaus Zentralschweiz, Alter Postplatz 3, mit Dumenic Andry und Friederike Kretzen. Adi Blum (Musik). Moderation: Beat Mazenauer. Eintritt Fr. 18.-/15.-, www.lit-z.ch

14)Samedi 21 avril, 10:00, Chaux-de-Fonds, Bibliothèque de la Ville, avec Baptiste Gaillard et Dumenic Andry. Walter Rosselli (traducteur), Modération: Thomas Sandoz.

15)Mittwoch, 25. April, 19:30, Liestal, Kantonsbibliothek Baselland, Emma Herwegh-Platz 4, mit Yael Inokai und Friederike Kretzen. Moderation: Martin Zingg. www.kbl.ch

16)Samedi 28 avril, 17:00, Genève, Salon du livre, Place Suisse, avec Fabiano Alborghetti, Dumenic Andry, Michael Fehr, Baptiste Gaillard, Yael Inokai Friederike, Kretzen et Jérôme Meizoz, ainsi que Yla Von Dach. Modération: Mélanie Melanie Croubalian, traduction: Ruth Gantert, lecture: Caroline Gasser (comédienne). www.salondulivre.ch

17)Mittwoch, 16. Mai, 20:00, Aarau, Stadtbibliothek Aarau, Graben 15, mit Michael Fehr und Yael Inokai. Moderation: Michael Guggenheimer. www.stadtbibliothekaarau.ch

18)Giovedi, 24 maggio, 18:30, Ascona, Monte Verità, con Anna Felder e Yael Inokai. Moderazione: Cristina Foglia e Ruth Gantert. www.monteverita.org

19) Mardi 29 mai, 19:00, Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Espace Renfer, avec Jérôme Meizoz et Fabiano Alborghetti. Vincent David (comédien). Modération: Céline Cerny.

http://www.premiletteratura.ch/fr/lesereise-2018/

parcours

PUBLICATIONS
« Notes autour d’un texte absent », revue rehauts n.43, Paris, 2019
Bonsaï,
Hippocampe éditions, Lyon, novembre 2018
– «
Extrait de Bonsaï », revue Hippocampe #15, Lyon, septembre 2018
– «
Extrait de r s t », revue en ligne Literarischer Monat, 2018 (trad. en D par Ruth Gantert)
r a z
, éditions Contre-mur, Marseille, 2017
Un domaine des corpuscules, Hippocampe Éditions, Lyon, 2017
« Extrait de r a z », revue rehauts, n.39, Paris, 2017
« État de poussière (peut-être) », Revue des Belles Lettres, n.2017-1, Genève
Caméléon, livre d’artiste en collaboration avec Deirdre O’Leary, Bâle, 2016
« Bonsais (extrait) », revue watts, n.5, 2016
« Notes pour Extinctions », HKB Zeitung, n.1-2016, Berne, 2016
« Desire & Florida », FloppyPoppyWidy Matter, Éditions Clinamen, Genève, 2014
Le chemin de Lennie, Éditions Héros-Limite + HEAD, Genève, 2013
« Division Dominos », Cahiers du refuge, n.220, CIPM, Marseille, 2013
« Desire & Florida », Revue Archipel, n.36, Lausanne, 2013
« Le Chemin de Lennie (extrait) », Revue des Belles Lettres, n.2012-2, Genève, 2012
« Recueil des neuf cents parallèles », Revue Triages, n.22, Saint-Benoît-du-Sault, 2010
« Sans titre », Coma n.5, Genève, 2009
« Sans titre », Coma n.4, Genève, 2009
« La géométrie sale », revue Tissu, n.5, Genève, 2008

ARTICLES CRITIQUES ET LECTURES

Bonsaï, critique de Laurent Cennamo sur viceversalitterature.ch, 12.02.2019
Le registre du mobile de Baptiste Gaillard, de Eric Duvoisin, poesiromande, 31.10.2018
Nouvel hybride dans le paysage littéraire, de Pierre Mursan sur blog.unifr, 14.05.2018
Dépeupler, repeupler, de Romain Buffat sur viceversalitterature.ch, le 19.01.2018
L’univers poétique de Baptiste Gaillard, de Stefanie Rossier sur assumag.ch, le 26.02.2018
La poésie débouche #5, saison 2, Radio Canut, Lyon, 2017
À propos du Chemin de Lennie, par Samuel Rochery sur srwebworks.ch, le 29.06.2015 (lien)

LECTURES PUBLIQUES

Centre culturel suisse de Paris, 6 mars 2019
Bibliothèque municipale de Lyon, Lyon, 14 février 2019
Bibliomedia, Lausanne, 30 mai 2018
Centre International de Poésie de Marseille, Marseille, mai 2018
Salon du livre, Genève, 28 avril 2018
Bibliothèque de La Chaux-de-Fonds, La Chaux-de-Fonds, 21 avril 2018
Nouveau Musée de Bienne, 10 avril 2018 (lien)
– Théâtre Oriental de Vevey (soirée Organiser la colère), 18 mars 2018
Rameau d’or (présentation du n.2017-1 de la RBL), Genève, 2017
Librairie de La proue, Lausanne, 29 mai 2017
Librairie Tschann (soirée éditions Hippocampe), Paris, 30 mars 2017
Festival Impressions Multiples, ESAM, Caen, 4 mars 2017
Printemps de la poésie romande, Bibliothèque municipale, Lausanne, 2016
– Poésie en ville, Bains des Paquis, Genève, 2016
Juno invites to pattern of reconciliation, Kaskadenkondensatore, Bâle, 2016
Aprillen Lesefest, Schlachtheater, Berne, 2016
– Moze, Progr, Berne, 2016
Soirée Court Lettrage, Centre International de Poésie, Marseille, 2013
Galerie, TM Project, Genève, 2013
Soirée Court Lettrage, Piano Nobile, Genève
Lecture dans l’exposition Une Montgolfière n’est qu’un pixel dans le ciel, de M.-L. Ruffieux, Agent-Double, Genève, 2010 Lecture à la Milkshake Agency, Genève, 2008

RADIO

La poésie débouche #5, saison 2, Radio Canut, Lyon, 2017
Je trace le contour de mon ombre, juste pour déshabiller, Création avec Stéphanie Rosianu et Deirdre O’Leary, Unperfect radio, Lausanne, 2017

EXPOSITIONS PERSONNELLES

– I caught no full-blown flower of theory, SIC! Raum für Kunst, Lucerne, 2014
Babel Tourniquet, TM Project, Genève, 2013
Ramshackle, u37 Raum für Kunst, Berlin, 2012
Marais Otto Dix, Les Urbaines, Lausanne, 2011
Ascendants et glissements (second essai), Espace Labo, Genève, 2011
Et les indiens marchent dans l’estran, (avec Vivian Kasel), Duplex, Genève, 2010

EXPOSITIONS COLLECTIVES

Cabinet des Corps Exquis,Musée de l’Ariana, Genève, 2019 (images)
Sans titre, entre autres,
Collection de dessins du fmac, Le Commun, Genève, 2019 (images)
– Je trace le contour de mon ombre, juste pour déshabiller
, Urgent Paradise, Lausanne, 2017
Stand du fonds municipal d’art contemporain, Art Genève, Genève, 2016
The Chase, La Rada, Locarno, 2014 (image par Michele Lamassa)
WWW 1, Wallriss, Fribourg, 2014 (image par Max Reitmeier)
La Pescatrice, S11 Künstlerhaus, Soleure, 2014
Fools for April, Collectif RATS – Les Mouettes, Vevey, 2014
TMfair, galerie TMproject, Genève, 2014
Bourses BLCG, Centre d’art contemporain, Genève, 2013
Wild Lonely 2, les Abattoirs, Fribourg, 2013 (image)
Fusion Beyond Matters, Galerie Nicolas Krupp, Bâle, 2013
Into The White, die Sonnenstube, Lugano, 2013
Bourses déliées, Halle Nord, Genève, 2013 (lien)
Substance, Artgeneva, Genève, 2013
Peripherien, Kaskadenkondensator, Basel, 2012 (images)
Paperworks, u37 Raum für Kunst, Berlin, 2011
Crosnier Extra Muros, Bâtiment d’art contemporain, Genève, 2011
Jetzt Kunst 3, Berne, 2011
Ab Blatt, Schwarzwaldallee, Bâle, 2011
No Room to move, Agent Double, Genève, 2011
Rathania’s, Musée Rath, Genève, 2011
A new spirit in Lasagnas, NewJerseyy, Bâle, 2009 (lien)
Swiss Art Awards, Bâle, 2009
Avant-Goût, Live in your Head, Genève, 2009
Joue-la comme Dan Graham, Milkshake agency, Genève, 2008
Huis-clos, Palais de l’Athénée, 2008
Smells, sounds, touché!, Shark, Genève, 2008
Images by Spike Art Magazine, Forde, Genève, 2008
Huis-clos, Palais de l’Athénée, Genève, 2008
Tanz der Doppelgänger, Shark, Genève, 2007
Lire la suite “parcours”

r a z

Plus

ISBN : 978-2-9547306-6-0
Couverture de Caroline Scherb

Présentation

Suivre au plus près les mutations d’un décor-monde à dominante organique, porter attention aux nuances de changements d’états et de formes des matériaux, des matières… voilà où — de flashs d’images en flashs d’images — ce texte nous entraine dans une expérience de visualisation et de perception du monde qui nous entoure — l’infiniment petit y compris.

Extrait

Baptiste Gaillard - r a zBaptiste Gaillard - r a zBaptiste Gaillard - r a z

Liens

Extrait de r a z dans le numéro 39 de la revue rehauts
Carte blanche aux éditions Contre-mur durant la 6ème édition d’Impressions / Multiples, ESAM, Caen

 

 

 

Une terrasse comme miroir aux endives et à la cosmologie

Exposition A new spirit in lasagnas, vol.3
NewJerseyy
Hüningerstrasse 18,
CH-4056 Basel,
du 1 mai au 30 mai 2009

Plus d’infos

Liens

L’exposition sur le site de NewJerseyy

Texte de l’exposition

A New Spirit in Lasagnas est une exposition en trois volets (DARSE, Genève; CIRCUIT, Lausanne et NEW JERSEYY, Bâle) de très jeunes artistes venant de toute la Suisse, vivant et travaillant entre Genève et Lausanne. Certains sont autodidactes, d’autres sont encore à l’école ou fraîchement diplômés, pour la plupart du département de peinture/dessin de la HEAD à Genève, où j’enseigne sous l’égide de Peter Roesch et Caroline Bachman depuis quelques années.

Effet de génération: contrairement à leurs aînés immédiats, la plupart de ces artistes ne s’inscrivent pas dans une filiation liée à l’histoire de l’abstraction qui, depuis près de vingt ans – de Neuchâtel à Paris, de Genève à New York, via Lausanne – a régit la réception de l’art romand, tant en suisse qu’à l’étranger. Bien que je sois personnellement très attaché à ce fonctionnement familial («mais qui tient le magasin ?»), je me dit que finalement, ce modèle à peut-être vécu, peut-être tout simplement parce que nous avons affaire ici à une génération d’artistes suisses véritablement internationaux, aux origines péruvienne, syrienne, japonaise, américaine, espagnole, colombienne, etc.

Le titre de l’exposition est censé rappeler une célèbre exposition de peintures figuratives qui a eu lieu à la Royal Academy à Londres en 1981, et est le slogan d’une devanture de restaurant italien vu à Nagoya le 11 Septembre 2001. L’affiche de l’exposition a été réalisée par Kim Seob Boninsegni, un artiste et commissaire d’exposition qui fut le premier à exposer nombreux des artistes ici présents. (Fabrice Stroun)